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Fachhochschule Südwestfalen Soest: Benimm ist in - Seminar über Geschäftsessen

Bildung  –  06.02.2012

"Decken Sie einmal zu Hause einen festlichen Tisch - der Unterschied ist frappierend!" - Prof. Dr. Marc Boelhauve beim Geschäftsessen-Seminar.

Studierende der Fachhochschule Südwestfalen werden auf Berufseinstiegvorbereitet.

32 Studierende der Fachhochschule Südwestfalen absolvierten ein Seminar zur Tischetikette. Die zweiteilige theoretisch-praktische Fortbildung umfasste ein Seminar über Tisch- und allgemeine Etikette, sowie die anschließende gemeinsame Teilnahme an einem klassischen 7-Gänge-Menü.

"Es ist nur zu Ihrem Vorteil, wenn Sie die Regeln beachten", ermutigen die Referenten Hermann Klein und Klaus Sandmann vom Alumni-Netzwerk Hagen die Teilnehmer aus allen drei Soester Fachbereichen. Organisiert hatte die Veranstaltung Prof. Dr. Marc Boelhauve zusammen mit dem Verein der Freunde des Soester Hochschulcampus (VdF).

Besonders auf mögliche Fettnäpfchen wiesen die Referenten die angehenden Berufseinsteiger hin - etwa zu spät kommen oder gegen ungeschriebene Regeln verstoßen. Für Chefs stehen Umgangsformen auf Platz 1 der Bewerberkriterien. "Pünktlichkeit, Höflichkeit, Interesse zeigen - das ist zwar schon die halbe Mitte", sagt Ingenieur Sandmann. Insbesondere bei Vertragsverhandlungen,  Verkaufs- und Bewerbungsgesprächen kann das Benimm über die eigene Karriere entscheiden.

Beim Essen lernt man etwas über den Charakter. "Ich habe jeden Mitarbeiter vor der Einstellung zum Essen eingeladen und dabei begutachtet", berichtete Hermann Klein, der im Laufe des Tagesseminars auch von seinen umfangreichen Erfahrungen in außereuropäischen Ländern erzählte. In landestypischen Gepflogenheiten findet man hier am ehesten Abweichungen von der  europäischen Etikette. Das beginnt schon bei Händeschütteln oder beim Austausch von Visitenkarten etwa in Finnland oder Japan.

Wenn man die Regeln kennt, kann man auch bewusst davon abweichen, wenn es die Situation erfordert. "Wahren Sie Ihren Stil, aber halten Sie sich an die örtlichen Regeln und Gepflogenheiten", gab Klaus Sandmann den Studierenden auf den Weg.

93% der Gesamtwirkung einer Person werden durch non- und para-verbale Signale vermittelt. Unangemessen gekleidet, oder  neudeutsch "underdressed" zu sein, ist eigentlich das Schlimmste, was einem beim Geschäftsessen passieren kann. "Falsch gekleidet fühlen Sie sich deplatziert", warnt Prof. Dr. Marc Boelhauve die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dieses Gefühl werde in der entsprechenden Situation nicht weniger, sondern mit der Zeit immer schlimmer führte Boelhauve die Lage bildhaft vor Augen. Insbesondere beim Top- Management seien die besonderen Gepflogenheiten und Dress-Codes zu beachten.

www.fh-swf.de/vdf-soest | www.alumni-hagen.de


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Arp Hinrichs
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