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Freiwillige Feuerwehr Arnsberg: Feuerwehr in Niedereimer ein Symbol der Zukunft

Gesellschaft  –  14.02.2012

vorne: Ludger Schlinkmann (stellv. Stadtwehrführer), Detlev Becker, Franz Becker, Dirk Sölken (Löschgruppenführer), Bürgermeister Hans-Josef Vogel hinten: Jörg Bierbach, Reinhold Baier, Christian Bertram, David Gralka

Im Festhochamt der Löschgruppe Niedereimer zu Ehren der Heiligen Agatha bezeichnete Propst Hubertus Böttcher in seiner Predigt die Feuerwehr als Symbol der Zukunft und Vorbild der Kirche. Nach ihrem kurzen, aber segensreichen Leben und Wirken starb Agatha den Märtyrertod und wird heute weltweit als Schutzpatronin der Feuerwehr verehrt. Sie ist im sizilianischen Ort Caltagirone beigesetzt, der Partnerstadt Arnsbergs. Dieses betonte Bürgermeister Hans-Josef Vogel, der das Grab der Märtyrerin selbst schon besucht hat, in seiner Dankesrede anlässlich des Frühschoppens der Feuerwehr Niedereimer und zog gleichzeitig Bilanz. Die Feuerwehr sei eine notwendige Einrichtung, so Vogel, die ohne viel Aufsehen an 365 Tagen für Schutz und Sicherheit der Mitbürger sorge. Ebenso präge sie den Kameradschafts- sowie Gemeinschaftsgeist und bezöge ebenfalls die älteren Kameraden mit in ihr solidarisches Handeln ein. Eine Besonderheit der Löschgruppe Niedereimer sei die Beständigkeit und die Ausdauer innerhalb der Einheit. Dieses zeige, so Bürgermeister Vogel, die Auszeichnung des Kameraden Franz Becker, den er für 60-jährige treue Mitgliedschaft mit der Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren NRW ehren konnte. Eine außergewöhnliche Ehrung, die Vogel innerhalb der Stadt Arnsberg bisher noch nicht oft vornehmen konnte. Ebenfalls dankte er den Kameraden Detlev Becker, Christian Bertram, Jörg Bierbach und Dirk Sölken (Löschgruppenführer). Sie traten alle vier als Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr 1977 bei und versehen heute noch gemeinsam ihren Dienst bei der Feuerwehr. Dafür zeichnete Bürgermeister H.J. Vogel die vier Kameraden nach 35 Jahren aktiver Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichnen des Landes NRW in Gold aus. Nach den Ehrungen ging er noch kurz auf die bevorstehende Neuordnung der Feuerwehren durch den Bevölkerungswandel ein.

Der stellvertretende Stadtwehrführer Ludger Schlinkmann, dessen Besuch Premiere und gleichzeitig eine seiner letzte Amtshandlung in Niedereimer war, bedankte sich bei der Verwaltung für ihr sprichwörtlich „offenes Ohr“. Dennoch sei eine weitere Kürzung von Haushaltsmitteln im Bereich der Feuerwehr nicht tragbar, dadurch würde die Sicherheit der Mitbürger und Feuerwehrkameraden gefährdet. Die Workshops der Feuerwehr und Verwaltung hingegen hätten schon Wirkung gezeigt und gute Ideen und Themen zu Tage gebracht, an dem „Konzept 2020“ der Arnsberger Wehr müsse jedoch stetig weiter gearbeitet werden. Nach diesen Worten beförderte er den Oberfeuerwehrmann David Gralka zum Unterbrandmeister und verabschiedete die Kameraden Reinhold Baier und Rolf Reuther in die Ehrenabteilung.

Zu Beginn des Frühschoppens hatte Löschgruppenführer Brandoberinspektor Dirk Sölken bereits die Ehrengäste begrüßt, unter ihnen auch Vertreter der heimischen Betriebe. Er betonte, dass aufgrund des demographischen Wandels und der Finanzlage der Stadt Arnsberg ein Umdenken innerhalb der Feuerwehr notwendig sei. So würden insbesondere „Seiteneinsteiger/Innen“ gesucht, die die Kameraden unterstützen. Ebenfalls werde angedacht, Kinder bereits ab dem Alter von 10 Jahren an die Arbeit der Jugendfeuerwehr heranzuführen. Eine Konsequenz aus dem Bevölkerungswandel sei ebenfalls die Intensivierung der Zusammenarbeit von Einheiten in den Basislöschzügen, so wie sie in Niedereimer und Bruchhausen in Kürze auch durchgeführt werde. Dieses Konzept könne allerdings nur Erfolg haben, wenn es von allen Kameraden mitgetragen werde.

Ratsmitglied und Bezirksausschussvorsitzender Friedel Sölken bedankte sich bei allen Kameraden für die im Jahre 2011 geleisteten Einsatz-, Übungs- und Lehrgangsstunden. Er wünschte allen Feuerwehrleuten weiterhin viel Spaß an ihrer Arbeit. Gleichzeitig bat er die Arbeitgeber und die Politik um Unterstützung für die selbstlose Arbeit der Feuerwehr. Die Politik habe die Wichtigkeit der Feuerwehr erkannt, so Sölken, und so dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit gespart werden.

Vereinsringvorsitzender Klaus Vernholz überbrachte die Grüße der Dorfgemeinschaft sowie aller örtlichen Gruppierungen. Das ehrenamtliche Engagement gerade bei den Feuerwehrkameraden sei im Dorf besonders groß und nicht zu verkennen. Die Männer und Frauen seien neben ihrem Familienleben, Freundeskreis und Feuerwehrdienst zusätzlich im Dorf Niedereimer stark engagiert. Mit einer solchen Feuerwehr wie dieser brauchte er sich keine Sorgen ums Dorf zu machen. Er lobte zudem die Ernsthaftigkeit der heutigen Reden seiner Vorredner.

Nach den Reden nutzte der neue Polizeibezirksbeamte Wolfgang Meier die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und er ergänzte: „Hut ab, vor der Arbeit der Feuerwehr“.

Derzeit hat die Löschgruppe Niedereimer 26 Kameraden in der Einsatzabteilung, sieben Jugendfeuerwehrleute und 15 Kameraden in der Ehrenabteilung. Im Jahre 2011 leisteten die Feuerwehrmänner bei 12 Einsätzen 194 Stunden, bei sechs Brandsicherheitswachen im Sauerlandtheater 77 Stunden und zudem 16 Stunden Brandschutzerziehung im AWO-Kindergarten. Gleichzeitig bildeten sich, neben dem wöchentlichen Übungsdienst, 13 Kameraden bei Lehrgängen und Seminaren überörtlich weiter.

(Quelle: BI Detlev Becker, Öffentlichkeitsbeauftragter LG Niedereimer)


Übermittelt wurde diese Nachricht von:

Peter Krämer
Stadtbrandinspektor und Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Arnsberg

www.feuerwehr-arnsberg.de



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